KI-Agenten helfen nun beim Betrieb des Allen Telescope Array in Nordkalifornien, wo Forschende Funksignale auf mögliche Hinweise auf außerirdische Intelligenz untersuchen. Das System kann das Teleskop steuern und eingehende Daten analysieren, sobald sie eintreffen, auch wenn die Forschenden weiterhin selbst Befehle eingeben.
Das SETI Institute und Breakthrough Listen nutzen Nvidias Holoscan-Plattform, um Teleskopdaten in Echtzeit zu verarbeiten. Nvidia zufolge kann die Hardware bis zu 2,4 Terabit pro Sekunde verarbeiten. Nach Angaben des Forschungsteams lassen sich Analysen, die früher Wochen dauerten, nun innerhalb von Stunden abschließen.
Das Team berichtet, dass das System in Echtzeit einen Pulsar im Krebsnebel entdeckt hat – nach eigener Aussage ein Novum. Pulsare sind schnell rotierende Überreste von Sternen, die regelmäßige Signale erzeugen und sich daher gut zum Testen von Methoden zur Signalerkennung eignen.
Die Forschenden planen, Open-Source-Systeme zu testen, die lokal auf Edge-Hardware betrieben werden können und künftig möglicherweise bei Sensoren auf der Rückseite des Mondes zum Einsatz kommen. Die KI-gestützte Suche hat bislang kein Signal außerirdischer Intelligenz hervorgebracht. SETI-Forschende suchen seit dem ersten Experiment im Jahr 1960 nach solchen Signalen.
Quellen: The Decoder.