Nvidia hat einigen Cloud-Kunden geraten, weniger Geschäfte mit chinesischen Unternehmen zu machen, berichtet The Information unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Richtlinie soll Cloud-Anbieter, darunter von Nvidia unterstützte Neoclouds, dazu bewegen, ihre Kundenbasis zu diversifizieren.

Die Aufforderung ist nicht verpflichtend und gilt für künftige Verträge, nicht für bestehende Vereinbarungen. Cloud-Kunden wurden außerdem gebeten, die Identität der Endnutzer offenzulegen, die auf die Chips zugreifen. Die Financial Times berichtete, Nvidia habe die Anweisungen mündlich über Vertriebsmitarbeiter und regionale Teams übermittelt.

Der Schritt betrifft eine Lücke in den US-Exportkontrollen. Während die Vorschriften den Versand von Chips einschränken, erfassen sie den Fernzugriff über Cloud-Dienste im Allgemeinen nicht. Chinesische KI-Entwickler können daher Rechenkapazität in Rechenzentren im Ausland mieten und dort fortschrittliche Nvidia-Chips nutzen, ohne die Hardware selbst importieren zu müssen.

US-Behörden untersuchen, ob chinesische KI-Unternehmen über ausländische Rechenzentren auf Chips zugreifen. Diese Prüfungen folgten auf Vorwürfe im Zusammenhang mit Moonshot AI, dem Entwickler des Chatbots Kimi.

Quellen: The Decoder.